[Letzte Woche gab es kein Zitat. Also kann ich ohne in Rechtfertigungsnöte zu geraten, ein zweites Zitat anbieten. 19 A ist das geplante, 19 B das aus aktuellem Anlass hinzugenommene. Es bezieht sich auf die Faust-Aufführung der TIME Musical, die wir am 5. und 6. Juli in der Aula des JKG erleben durften.]
19 A
Reality is almost always wrong.
Greg House on House MD, Season 1 Episode 3, at 32min.
Alle, die sich im Sommer einer echten Herausforderung stellen möchten, schlage ich vor, sich an die Fünfballkaskade zu wagen. Ich habe euch ein paar Anleitungsvideos herausgesucht (Read more...). Viel Spaß beim Üben.
PS: Die Videos sind auf Englisch. Da könnt ihr gleich ein bißchen Hörverstehen üben :)
Im Zuge der Installation eines neuen CMS für meine Website kann es in der nächsten Zeit zu Einschränkungen für die Leser meines Weblogs kommen. Bald wird kurpierz.net wieder in gewohntem Umfang zur Verfügung stehen.
Die Jongleure, die donnerstags die AG besuchen, scheinen sich besonders an den Videos zu erfreuen, die ich dort zeige. Aber wir wollen doch jonglieren! Die Videos könnt ihr daheim im Internet gucken. Zum Beispiel die YouTube Videos, die ich hier eingebunden habe (read more). Wieder ist dabei jede Menge zum selber ausprobieren, einiges wunderschön anzuschauen und vieles wo einem der Mund offen stehen bleibt. Viel Spaß dabei.
In der "Zeit " vom 6. März 2008 (Nr. 11) bin ich auf eine sprachliche Manifestation der eigentlichen Freiheitszustände im Internet gestoßen:
"Neuerdings," heißt es da, "wird [...] in der Sprache der Internetanbieter das Verhältnis von Subjekt und Objekt vertauscht. Sie sagen nicht: Die Seite wird angeklickt, sondern: Die Seite klickt."
Das frühere Klickobjekt wird zum Subjekt. Umgekehrt wird auch das Subjekt des Klickens zum Objekt: Nicht ich bin Herr meines rechten Zeigefingers, sondern das Internetangebot bedient sich mehr oder weniger verschwommener Kanäle um Macht über meinen Mauszeiger auszuüben.
Burkhard Müller, Schlussstrich. Kritik des Christentums, Springe: zu Klampen 22004.
Einen Schlussstrich zieht man aus der Position eines ehemalig Involvierten. Einen Schlussstrich kann man ziehen, wenn man sich selbst als Autor der grundlegenden Überzeugungen versteht, die den Rahmen der eigenen Lebensgeschichte bilden. Der Schlussstrich ist in diesem Bild die Verabschiedung eines überkommenen Referenzrahmens.
Burkhard Müller schreibt seine Kritik des Christentums als einer, der sich schon lange verabschiedet hat. Die Ich-Perspektive verstärkt er dadurch, dass er die Geisteshaltung der "Verwunderung" einnimmt. Der Autor paart diese Grundhaltung mit einem wunderbar zu lesenden essayistisch-aphoristischen Stil und es ergibt sich eine sehr sympathische unaufdringliche Eindringlichkeit des Textes.
Neulich habe ich mich in einem Plenum mit ein paar Fragen die ich stellte als Religionskritiker zu erkennen gegeben. Prompt kam nach der Veranstaltung eine Vertreterin der jüdischen Gemeinde zu mir und suchte mit folgenden Worten, die ich sinngemäß wiedergebe den - wie sie es nannte - Dialog: 'Ich erkläre, wie ich eine Stelle in der Thora verstehe und Sie erklären mir, wie Sie die Stelle verstehen. Das ist Dialog.'
Man kennt Burkhard Müller aus seinen Buchveröffentlichungen, als
Feullitonautor der Süddeutschen Zeitung, als Leser und Deuter von Lyrik
und Prosa im Voxx und Weltecho, manche hatten das Glück, ihn zum
Lateinlehrer zu haben.
Und manche kennen ihn eben nicht.
Dabei hat er bei der kürzlich zu Ende gegangenen Leipziger Buchmesse
den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik erhalten. Und das ist
wahrlich kein Allerweltspreis.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Müller. Ich kenne Sie von allen oben
genannten Gelegenheiten und immer war es ein intellektuelles Vergnügen
(die mündliche Latinumsprüfung mal ausgenommen).
"Die Zeit" brachte in dieser Woche einen großen Artikel über Vorurteile gegenüber der Mathematik als Wissenschaft und - viel amüsanter - gegenüber den Mathematikern. Dieser Artikel war illustriert mit Bildern, wie sie mit dem Programm "Surfer" jeder selber erstellen kann. Viel Spaß beim Rumspielen mit den Formeln.
Heute habe ich für euch ein paar Links zu toller Jongliersoftware zusammengestellt. Diese Links könnten für euch interessant sein.
Für Jongleure sind manche dieser Programme nicht nur nette Spielereien, manche können einem wirklich weiterhelfen, Jongliermuster zu verstehen. Und das Verstehen von Jongliermustern ist der erste Schritt, diese erfolgreich zu erlernen.
Klicke jeweils aufs Bild, um zu den entsprechenden Homepages zu gelangen.
1 - Juggle Saver. Juggle Saver ist der hypnotischste Bildschirmschoner, den man sich als Jongleur wünschen kann. Besonders wenn man die Tastenkombinationen ausprobiert und die Perspektiven ändert, Zeitlupe einstellt etc. macht es richtig Spaß. Ein Klick auf das animierte *.gif bringt dich auf die Homepage, wo der Download bereitsteht.
In der zwölften Klasse steht im
Grundkurs Ethik in Sachsen das Thema Recht und Gerechtigkeit
auf dem Lehrplan. Beim Reden über Gerechtigkeit hatte ich häufig
das Gefühl, dass wir aneinander vorbei geredet haben. Nicht nur
ich an den Schülern und sie an mir, sondern durchaus auch die
Schüler gegenseitig. Ich meine, dass diese
Verständnisschwierigkeiten zumindest teilweise im Thema
strukturell verankert sind und deshalb bei der Planung von
Lernsequenzen über Gerechtigkeit berücksichtigt werden
sollten.
Reden über Gerechtigkeit schließt
automatisch Reden über Ungerechtigkeit ein. Ich bin mir mit den
Schülern einig, dass man nicht über Gerechtigkeit sprechen
kann, ohne explizit auf Ungerechtigkeit einzugehen. Aber die Rede
über Gerechtigkeit unterscheidet sich fundamental von der Rede
über Ungerechtigkeit. Meine These lautet: Wenn wir über
Gerechtigkeit sprechen, benutzen wir ein Rationalitätsvokabular,
während wir beim Diskurs über Ungerechtigkeit ein
Gefühlsvokabular verwenden.
Hier wieder ein paar Links zu Jongliervideos. Diesmal war das Auswahlkriterium nicht die sofortige Nachahmbarkeit. Dafür seht ihr einige der besten Jongleure der Welt. Klickt aufs jeweilige Bild um zum Video weitergeleitet zu werden (entweder juggling.tv oder youtube)
Harry G. Frankfurt, On Bullshit, Princeton & Oxford: Princeton University Press 2005.
As philosophical books go, the essay On Bullshit by Princeton philosopher Harry G. Frankfurt , affords quite a reading pleasure. Part of the amusement obviously originates from Frankfurt's exploring the connotations of
bullshit as a metaphor, for example when he compares hot
air with bullshit as two ways of describing a certain way
of talking:
"When we characterize
talk as hot air, we mean that what comes out of the speaker's mouth
is only that. It is mere vapor. His speech is empty, without
substance or content. [...] No more information is communicated than
if the speaker had merely exhaled. There are similarities between hot
air and excrement [...]. Just as hot air is speech that has been
emptied of all informative content, so excrement is matter from which
everything nutritive has been removed. (p. 43)
Die ersten Großeltern kamen in diesem Jahr schon etwa 10 Wochen vor Weihnachten auf uns zu und wollten wissen, was wir uns wünschten. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich sehe mich von dieser Frage immer maßlos überfordert. Zwar habe ich irgendwann einmal eine Bücherwunschliste angefangen, um immer einen Wunsch parat zu haben, aber die ist schon seit einer ganzen Weile verschollen.
Dagegen bin ich nie um einen Tipp verlegen. Immer habe ich gute Ideen, wem ich welches Buch schenken wollte, könnte ich es mir finanziell leisten.
Da meine Bücher ungeordnet herumstehen, muss ich ziemlich häufig das gesamte Regal absuchen, um zu finden, wonach ich gerade suche. Dabei fallen mir dann immer wieder Bände in die Hände, die ich herausnehme, um sie wieder zu lesen oder jemandem auszuleihen.
Der Stapel, den ihr auf dem Bild seht, ist das Ergebnis einer kurzen, sehr kursorischen Durchsuchung meines Regals auf empfehlenswerten Lesestoff. Unten sind die Bände einzeln kurz kommentiert.
In seinem Buch "Sofies Welt" bezeichnet Jostein Gaarder "die Fähigkeit, uns zu wundern," als "das einzige, was wir brauchen, um gute Philosophen zu werden." Gaarder findet es schade, dass die meisten Erwachsenen "die Welt als etwas ganz Normales erleben: "Und genau da bilden die Philosophen eine ehrenwerte Ausnahme. Ein Philosoph hat sich nie richtig an diese Welt gewöhnen können. Für einen Philosophen oder eine Philosophin ist die Welt noch immer unbegreiflich, ja, sogar rätselhaft und geheimnisvoll. Philosophen und kleine Kinder haben also eine wichtige gemeinsame Eigenschaft. Du kannst sagen, dass ein Philosoph sein ganzes Leben lang so aufnahmefähig bleibt, wie ein kleines Kind." (Jostein Gaarder: Sofies Welt, München: Hanser 1993, S. 23-26)
Luke Burrage ist ein Jongleur, der aus England stammt, und schon seit ein paar Jahren in Berlin lebt. Er hat heute ein Video veröffentlicht, das für euch interessant sein könnte. Dort zeigt er 4 Minuten lang Tricks und Muster mit drei Bällen. Vorsicht, es sieht alles sehr leicht aus, vieles von dem, was er vorführt, hat es aber in sich. Besonders für Einsteiger. Aber vielleicht schaut ihr euch das eine oder andere ab und überrascht mich damit nach den Ferien.
Wenn man mit Schülern ins Gespräch kommt, hört man manchmal Sätze wie "Ethik ist ja eigentlich ganz erträglich, wenn nur nicht das Philosophieren wäre." (Mein Kommentar zu ähnlichen Äußerungen) So auch letzten Freitag in einer Freistunde auf dem Gang. Ein Schüler aus der 11. Klasse beklagte sich bei mir, dass ihn beispielsweise die Frage, wonach seinem Gegenüber das Schokoeis schmecke, ganz und gar nicht interessiere (Problem der Qualia ). Ebenso langweilig fand er die Frage, ob er in einer der Matrix ähnlichen Welt lebt oder nicht (Gehirn im Tank ). Ich zeigte mich verwundert, denn das würde mich schon interessieren.
Schon seit einer Weile arbeite ich daran, das Weblog im Design an meinen ursprüngliche Entwurf für kurpierz.net
anzupassen. Hier seht ihr die Resultate dieser Bemühungen, ein Joomla!
Template, das zwar bei weitem nicht perfekt ist (bitte nicht den Code
anschauen!), aber einen guten Anfang darstellt. Hauptproblem ist im
Moment die Darstellung im Microsoft Explorer. Warum sind dort gepunktete Linien gestrichelt? usw.