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verschiedenes

Würde des Amtes?

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Merkel verspielt dieser Tage die Chance, erstmals in ihrer zweiten Amtszeit etwas Bedeutendes zu tun. Bisher hat sie Bedeutendes lediglich unterlassen.

Erst hat sie versäumt, Gauck selber vorzuschlagen. Jetzt muss sie damit leben, dass der Kandidat aller Deutschen (die Kommunisten der Linken mal ausgenommen) die parteipolitische Notlösung Wulff in den Schatten stellt. Gesicht wahren kann die CDU in dieser Situation eigentlich nicht. Es sei denn Wulff zeigt Größe und zieht die Kandidatur zurück. Aber das würde ihn ja beinahe wählbar machen.

Dass selbst in den Reihen der CDU viele Gauck für den besseren Kandidaten halten, wird deutlich, wenn man schon jetzt die Beschwörungsformel hört, Abweichlerstimmen aus Koalitionsreihen seien unvorstellbar. Schade eigentlich. Was für ein Demokratieverständnis steht denn da dahinter?

Merkel hat es versäumt, in Zeiten der Krise einen für das höchste Staatsamt vorzuschlagen, der als Bürger zu Bürgern spricht. Das kann Gauck, wie er heute auf der Pressekonferenz gezeigt hat.

"Die Würde des Amtes" wurde in den letzten Tagen ziemlich abgedroschen. Am Kontrast der Kandidaten wird deutlich, wie man diese Phrase verstehen kann: Einerseits als Bezeichnung für ein würdevolles Amt, das man, wenn man es zugespielt bekommen hat, entsprechend füllen muss. Köhler hat in diesem Sinne seinen Rücktritt begründet: Die Leute haben die Würde, die mir in diesem Amt zusteht, nicht geachtet. Deshalb gehe ich.

Andererseits aber kann man das Amt des Bundespräsidenten so verstehen, dass man ihm die Würde verleiht, die man selbst mitbringt.  Gauck bringt die Würde mit, muss sie nicht verliehen bekommen. Das macht ihn zum Kandidaten aller Deutschen, während Wulff bloß der "geeignete Kandidat" ist.

 

Last Updated on Friday, 04 June 2010 22:40
 

This weblog is not dead.

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Over the past few weeks I was frequently and by a number of people asked whether some of this blog's categories would be continued or not. Well, I am writing this to assure my visitors that I do have quite a lot of material - most notably for "zitat der woche" and "word of the week". The problem is on the one hand putting it into publishable shape and on the other hand continuity. I do want to publish weekly and not sporadically as I have in the past months. Therefore I will collect and review until Christmas break and I hope to start with a new batch of words and quotations as the new year commences.

Very amusing - definitely worth a weekly visit is the new link in the language stuff category on the right. It is titled "rhymelight" and takes you to my friend Andreas' weekly assignment for his pupils at the CSM.

Last Updated on Sunday, 22 November 2009 20:29
 

Was vom Marathon übrig blieb

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Wer braucht noch ein paar Sicherheitsnadeln?

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Bilder vom Chemnitz-Marathon

Ergebnisse des Chemnitz-Marathons

Last Updated on Monday, 08 June 2009 15:55
 

Entspannt Philosphieren in Italien

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abaculustitle.jpg

Für ein Jahr die Zelte im unwirtlichen Erzgebirge abbrechen und an einem warmen Ort wieder aufschlagen...

Das kalabresische Tagebuch von Andreas Mühlmann und seiner Familie empfehle ich jedem,

  • der herausfinden will, was in Kalabrien als Viagra-Ersatz dient,
  • der wissen möchte, warum man die Gepflogenheiten im süditalienischen Städtebau tiefenpsychologisch analysieren sollte (oder besser nicht?)
  • der den Zusammenhang zwischen dem Mangel an Zäunen und der Tätigkeit des Weintraubenentkernens noch nicht kennt,
  • für den der Gedanke reizvoll ist, auf einem Erkundungsspaziergang in den Gassen eines Bergdorfes mit Ludwig Wittgenstein Sprachphilosophie zu betreiben,
  • ...
Viel Spaß beim Lesen. Und danke Andreas für die Idee zum Zitat der nächsten Woche.
 

Hier nicht klicken!!!

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hier_klicken_small.JPGIn der "Zeit " vom 6. März 2008 (Nr. 11) bin ich auf eine sprachliche Manifestation der eigentlichen Freiheitszustände im Internet gestoßen:

"Neuerdings," heißt es da, "wird [...] in der Sprache der Internetanbieter das Verhältnis von Subjekt und Objekt vertauscht. Sie sagen nicht: Die Seite wird angeklickt, sondern: Die Seite klickt."

Das frühere Klickobjekt wird zum Subjekt. Umgekehrt wird auch das Subjekt des Klickens zum Objekt: Nicht ich bin Herr meines rechten Zeigefingers, sondern das Internetangebot bedient sich mehr oder weniger verschwommener Kanäle um Macht über meinen Mauszeiger auszuüben.

 

Read more...
 

Barack the Plumber?

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volkerstruebing_zurwahlobamasDen wohl besten Kommentar zu Barack Obamas Wahl zum nächsten Präsidenten der USA hat Volker Strübing auf Schnipselfriedhof.de abgegeben.

Besonders vor dem Hintergrund, dass Joe the Plumber die Fernsehdebatten im Wahlkampf nicht unwesentlich mitbestimmt hat...

Last Updated on Thursday, 01 January 2009 23:40
 

punning away

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Theo scheint den gleichen Humor in Sachen Puns zu entwickeln wie ich. Dabei beweist er genuin translinguales Gespür. Oder vielleicht sollte man besser sagen translinguale Konfusion.

Heute zu Besuch bei Freunden in Leipzig fiel in irgendeinem Kontext der Satz "Sie ist sehr ehrgeizig." Theo, eigentlich in einer anderen Ecke des Zimmers spielend, dreht sich zu uns und fragt mit breitem Grinsen: "Was, die teilt wohl ihre Luft nicht gern mit anderen?"